• Land:

    Flag ENG England

  • Stadt:

    London

  • Stadion:

    Brentford Community Stadium

  • Kapazität:

    17250

News & Fußballinformationen

Im Oktober 1889 versuchten die Mitglieder eines örtlichen Ruderclubs im Westlondoner Vorort Brentford, den Vereinsfußball in die Gegend zu bringen. Sie trafen sich im Oxford & Cambridge Pub und gründeten den Brentford Football Club. Nach einigen Schaukämpfen endete ihr erster Wettkampfeinsatz im November 1890 mit einer 0:6-Niederlage gegen Southall. Sie traten zunächst in der Liga namens West London Alliance an, stiegen dann schließlich in die London League und später in die Southern League auf. Zu dieser Zeit besuchten Studenten des Borough Road College ein Spiel und riefen den College-Spruch "Buck up Bs" zur Unterstützung ihres Mitschülers und damaligen Brentford-Spielers Joseph Gettins. Die lokalen Zeitungen verstanden den Gesang fälschlicherweise als "Buck up Bees" und so wurde der Spitzname des Clubs "The Bees" geboren. Dieser Name wird auch heute noch verwendet, und auf dem Vereinsemblem ist sogar eine Biene abgebildet.

Nach vielen Umzügen von einem miserablen Stadion zum anderen fand Brentford schließlich seine Heimat für die nächsten 116 Jahre - Griffin Park. Im Jahr 1904 pachteten sie einen Obstgarten von der Brauerei Fuller, Smith & Turner. Das Logo der Brauerei zeigte einen Greif, daher der Name. Das Stadion liegt in einem stark bewohnten Gebiet und war dafür bekannt, das einzige Stadion im Land zu sein, das an jeder Ecke einen Pub hat. Letztes Jahr zogen die Bees jedoch in ihr neues, hochmodernes Brentford Community Stadium um und ein großer Teil ihrer Geschichte ging zu Ende.

Der Verein spielte noch zwei Jahrzehnte lang in den regionalen Ligen, bevor im Mai 1920 Brentford und 20 weitere Vereine der Southern League First Division als Gründungsmitglieder der Third Division in die Football League aufgenommen wurden. 13 Jahre später, 1933, gelang den Bees der Aufstieg in die Second Division. Zwei Spielzeiten später holten sie sich den Titel in der Second Division und erreichten zum ersten Mal die höchste Spielklasse. Vor und nach dem Zweiten Weltkrieg blieben sie in der First Division, bis sie 1947 absteigen mussten. Seitdem wechselte der Verein immer wieder zwischen der zweiten, dritten und vierten Liga hin und her, erreichte aber nie wieder die höchste Spielklasse des englischen Fußballs.

Im Jahr 1992 schaffte Brentford zwar den Aufstieg in die neu benannte Division One, aber das war eigentlich nur der Name für die zweite Liga, da in derselben Saison die Premier League gegründet wurde. In der darauffolgenden Saison stiegen sie ab und schmachteten in der dritten und vierten Liga bis 2014, als Uwe Rosler und später Mark Warburton ihre 21-jährige Abwesenheit von der zweiten Liga beendeten, indem sie den Aufstieg aus der League One sicherten und mit 94 Punkten den Punkterekord der Liga brachen. Sie bauten einen Kader auf, der für dieses Niveau einige fantastische Spieler wie Will Grigg und Clayton Donaldson enthielt, aber auch einige Spieler, die inzwischen in der Premier League spielen, wie Adam Forshaw und Stuart Dallas. Hinter den Wolves waren sie mit Abstand die zweitbeste Mannschaft in dieser Liga und stiegen verdientermaßen auf.

Seit dem Abgang der beiden oben genannten haben zwei andere Manager dazu beigetragen, Brentford in der Championship zu stabilisieren und zu einer echten Kraft zu machen, mit der man rechnen muss. Auf den Aufstieg folgten zwei Playoff-Platzierungen und vier knappe Niederlagen. Jede Saison erwarten die Brentford-Fans zu Recht, dass ihr Verein um einen Play-off-Platz mitspielt, und viele erwarten, dass die Bees in den kommenden Jahren in der Premier League spielen werden. Dean Smith übernahm den Verein im Jahr 2015 und wechselte nach einer beeindruckenden Zeit zu Aston Villa, wo er derzeit die Premier League im Sturm erobert. 2018 wurde Smith durch den aktuellen Trainer Thomas Frank ersetzt, dessen eigenwilliger Ansatz sich bisher bewährt hat.

Heutzutage wird Brentford oft mit dem Schlagwort "Moneyball" in Verbindung gebracht. Der Name stammt von einem Buch und später einem Film mit Brad Pitt in der Hauptrolle, der die Geschichte erzählt, wie das Baseballteam Oakland Athletics dank der Wissenschaft von Daten und Analysen in der Lage war, die Erwartungen mit begrenzten Ressourcen zu übertreffen. Der Eigentümer von Brentford, das Managementteam und der Cheftrainer Frank haben sich diese Philosophie zu eigen gemacht und nutzen Daten, um versteckte Perlen auf dem Markt zu finden, wohl wissend, dass sie ihre Konkurrenz nicht ausspucken können. Allerdings geht es bei diesem Konzept nicht nur um harte Statistiken, sondern auch um ein menschliches Element - es heißt, der Klub sei nur daran interessiert, Spieler zu verpflichten, die von Frank als "gute Menschen" beschrieben werden. Brentfords Modell wird oft als "Verkaufsclub" bezeichnet. Zwei Beispiele für diese Politik sind Said Benrahma und Ollie Watkins, die am Ende der letzten Saison an die Premier-League-Klubs West Ham bzw. Aston Villa verkauft wurden, nachdem die Bees den Aufstieg knapp verpasst und das Play-off-Finale gegen den Londoner Rivalen Fulham verloren hatten. Mit einem brandneuen Stadion und einem Kader voller Talente wie dem englischen Torjäger Josh Dasvila und Kapitän Pontus Jansson erwarten die Fans in dieser Saison einen neuen Anlauf zum Aufstieg.

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